Das Netz ist nicht die Schweiz

Keine Vorsätze, kein Rückblick, keine Prognosen. Nur ein kleiner Zwischenstand zu beliebten Themen sei heute erlaubt.

  1. Netzneutralität ist faktisch tot: Nicht alle IP-Pakete sind gleich und legal, auch wenn Sprecher auf dem 27. Chaos Communication Congress (27C3) natürlich weiter dafür kämpfen.
  2. Man of the Year der Financial Times ist Steve Jobs und nicht Julian Assange. Auch die Juroren des Time Magazins vertrauten auf Bewährtes und wählten den Mann mit den Badelatschen – Mark Zuckerberg – zur Person des Jahres.
  3. Warum nur Facebook, fragen sich nach Minister- und Professorinnen inzwischen auch verstärkt neugierige Nutzer, bis sie bei der Alphaversion von Diaspora, diesem neuen sozialen Netzwerk landen, welches mit „Entscheidungsfreiheit, Eigentum und Einfachheit“ fürs Teilen (nur) mit den Deinen wirbt.

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Es warnt die Electronic Frontier Foundation (EFF) schließlich aus Erfahrung: We will have to pay for priority – ganz gleich, ob es um den Expressversand von Datenpaketen, das beliebteste Soziale Netzwerk oder die besten mobilen Gadgets geht.

So redlich sich die Federal Communications Commission (FEC) für Freiheit und Offenheit im Internet einsetzt – siehe die Vorschläge ihres Chairmans Julius Genachkowski: Die meisten Dickschiffe des Datennetzes sind privat-wirtschaftlich organisiert, Mehrheitsnutzer eher träge und Regierungs-Agenturen zu Kompromissen verdammt.

Wie immer verbleiben Optionen: Assange unterstützen, Facebook verlassen oder Twittern bis zur Freisetzung.

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